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Al-Mutanabbi Street Starts Here (2012)

Eine Auswahl von Gedichten aus den ersten drei Manarah-Heften ist als Karten-Sonderedition aufgelegt in einer auf 130 Karten limitierten Auflage. Es sind genau so viele Karten wie Menschen bei dem Bombenanschalg fünf Jahre zuvor verletzt oder getötet wurden - eine Karte für jedes Opfer.
Die Karten gehen als Spende an das Projekt und werden im Rahmen von Ausstellungen und Veranstaltungen verkauft - der Erlös fällt der Organisation “Ärzte ohne Grenzen” zu.

 

Manarah (2011)

Mit dem zweiten Projekt der al-Mutanabbi-Coalition soll ein neuer Bestand an Büchern für die al-Mutanabbi-Street zusammengetragen werden: mehr als 250 Buchkünstler arbeiten seit 2010 daran - bis September 2012 werden alle Bücher fertig sein; ab Januar 2013 werden sie in der John Rylands Library der University of Manchester gezeigt.

Where My Books Go (2009)

Im April 2007 startet die al-Mutanabbi Street Coalition um  Beau Beausoleil ihre Aktionen zur Erinnerung an den Bombenanschlag und will damit ein Zeichen setzen gegen diese Form der Vernichtung kulturellen Gutes. Dazu gehört das al-Mutanabbi Street Broadside Project, bei dem Künstler aus aller Welt Einblattdrucke stiften, die zu Gunsten der Ärzte ohne Grenzen verkauft werden.

Im Bild liegt ein Link zu einer speziellen al-Mutanabbi-Street Starts Here Website, auf der in Deutsch und Englisch alle Informationen und Ansprechpartner zu finden sind. Kuratoren und Institutionen, die daran interessiert sind, die Einblattdrucke und/oder die Bücher des Invenoty-Projektes auszustellen, können über diese spezielle Seite Kontakt aufnehmen zu Srah Bodman in Bristol oder Beau Beausoleil in Californien.

 

Am 5. März 2007 explodierte eine Autobombe in Mutanbbi Street in Baghdad.

Diese Straße ist das traditionelle Zentrum des kulturellen und intelektuellen Lebens in Baghdad. In dieser Straße sind viele Buchhandlungen, Cafés und Teehäuser. Der Schriftsteller Beau Beausoleil in USA haben die al-Mutanabbi Street Coalition gegründet, um gegen diese Zerstörung zu protestieren, weil die Zerstörung von Kulturgütern wie Büchern und Kunst der Bevormundung und Manipulation eines Volkes voran geht.

 

“kriegslied” (2008)

Text von Matthias Claudius, gesetzt aus der Semper Antiqua, Linoldruck, Übermalung mit Erdpigmenten, auf Bütten. 22 Unikate, 3 Exemplare ohne Übermalung.
 

“Wo roter Mohn tanzend blüht” (2006)

Leporellobuch in Mappe mit Verschluss aus rotem Satinband und zwei knorrigen Stücken Buchsbaum.
Der Text folgt dem Folksong von Eric Bogle “No Man’s Land”. Er wurde neu ins Deutsche übertragen von Annette C. Dißlin, die auch 5 Holzschnitte dazu angefertigt hat. Holzschnitte im Handabrieb gedruckt. Text von Hand gesetzt aus der Trajanus, 12 Seiten, Büttenpapier mit roten Fälzen. Format Leporello gefaltet ca. 25x30 cm, geöffnet ca. 300x30 cm, Mappe ca. 40x40 cm.
Text im Original bei: Eric Bogle.
Auflage 11 nummerierte und signierte Exemplare.
 

Menschen-Würde-Rechte (2005)

Eine Auswahl von Artikeln aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen.
Gesetzt aus der Futura, Holzmaserung im Handabrieb gedruckt. Gefertigt als Doppel-Leporellobuch mit aufklappbaren Deckeln. Gedruckt auf grüngraues Tintoretto mélange 240g, 16 Seiten, Einband aus roter, schimmernder Dupionseide.

Auflage 5 nummerierte und signierte Exemplare

Im Bestand der Bibliotheca Alexandrina

Band 2 der TERTIA-Bücher

Gabriel Honoré Riquetti Graf Mirabeau: “Über die religiöse Toleranz” (2003)

Rede, gehalten 1789 bei der Debatte zur Deklaration der Menschrechte, als es um die Notwendigkeit ging, die Religionsfreiheit in den Menschenrechten zu verankern.

Gesetzt aus einer Schrift der Zeit Mirabeaus, der Baskerville, gedruckt auf zartgraues, strukturiertes Papier. 24 Seiten, ca. 10x20 cm. Vorsatz ein von Susanne Krause handgemachtes Kleisterpapier in einem Muster aus der Zeit Mirabeaus, Einband afrikanischer Handbatik-Damast in den Farben der evangelischen und der katholischen Kirche. Auflage: 16 nummerierte Exemplare

Gedruckt im Jahr 2003, als auf einem Kirchtag die Frage debattiert wurde, ob evangelische und katholische Christen das Abendmahl gemeinsam einnehmen dürfen oder nicht.

War die Schlacht schön, mein Herr ? (2003)

Dem Text liegt ein englischer Folksong von J. Richards und D. Pegg zugrunde: “Did You Like the Battle, Sir?” Er wurde ins Deutsche übertragen von A. C. Dißlin, von Hand aus der Post-Antiqua und verschiedenen Schnitten der Bodoni gesetzt.

Gedruckt auf schweren, chamoisfarbenen Büttenkarton.
4 arabisch nummerierte Unikate (2003/Übermalung 2008),
8 römisch nummerierte Unikate (2003) mit Untermalungen aus Erdpigmenten in den Farben von Schlamm und Blut.

Dieses Blatt ist zu Anfang des Irak-Krieges entstanden 2003.

Triptychon zum 11. September

Farbholzschnitt, Handsatz aus der schmalmageren Futura, Buchdruck auf weißem Büttenkarton, ca. 64x45 cm. Ein Baum mit Zwillingskrone schlägt die Brücke zwischen zwei philosophischen Weisheiten. Die eine stammt aus dem Osten, dem taoistischen Gedankengut, die andere ist eine abendländische Erkenntnis, aus dem Brief des Paulus an die Römer.

Auflage 22 Exemplare, nummeriert und signiert
Jahr 2001

 

Menschlichkeit

Die Frage, wie das Miteinander unter Menschen friedvoll gestaltet werden kann, ist zentrales Thema meines Schaffens. Warum Menschen das, was anders ist als das Gewohnte, nur deshalb ablehnen, weil es anders ist, ist mir zwar immer wieder begegnet, jedoch allzeit unbegreiflich geblieben. Wo es Menschen schwer fällt, dem Anderen Respekt, Anstand, Aufrichtigkeit und Fairness entgegenzubringen, wo sie stattdessen eigene Interessen vorrangig verfolgen, den Anderen ausgrenzen und verurteilen, da ist der Weg bereits gepflastert zu Verachtung, da ist der Acker bestellt mit Hass und die Saat, die aufgeht ist Zwietracht und Krieg.

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